Das von Eon bei Hanau geplante Kohlegroßkraftwerk (Staudinger Block 6) würde das zur Gewinnung Trinkwasser für die Bürger der Stadt Frankfurt genutzte Flußwasser des Mains unzulässig mit dem giftigen Quecksilber belasten, darüber berichtet die Frankfurter Rundschau am 10.12.2009.
Im Genehmigungsverfahren für den geplanten Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger habe es eine erhebliche Fehleinschätzung bei der Belastung des Mains mit Quecksilber gegeben. Das habe die Frankfurter Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) in der Fragestunde des Frankfurter Stadtparlaments mitgeteilt.
Die FR wörtlich: „Zur Verblüffung vieler Stadtverordneter erklärte Rottmann, beim Erörterungstermin für die Kraftwerkspläne habe sich herausgestellt, dass die Belastung des Flusses mit dem giftigen Schwermetall Quecksilber durch den Neubau deutlich steigen würde - und zwar um etwa 50 Prozent.“
Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke, der im Verfahren die Stadt Hanau und weitere drei Kommunen vertritt, forderte vom Regierungspräsidium Darmstadt als zuständiger Genehmigungsbehörde für den Ausbau des Kraftwerkes: „Zum Schutz der Gesundheit der Menschen muß die Belastung des Flußwassers durch das Gehirn, Niere, Leber und Milz angreifende Quecksilber erheblich gesenkt werden und die Grenzwerte, die in der Europäischen Wasserrichtlinie für Quecksilber vorgesehen sind, müssen deutlich unterschritten werden.